Förderung von Klassenfindungsprozessen mit Methoden
der Erlebnispädagogik I
Wir, die Leiter der Veranstaltung,
sind Berufsschullehrer, haben langjährige
Erfahrungen in der Arbeit mit „schwierigen“ Klassen und gestalten
Klassenfindungsprozesse mit den erlebnispädagogischen Methoden in
unserer eigenen Unterrichtsarbeit. Nach unserer Erfahrung hat die Durchführung
solcher Veranstaltungen nachhaltig positive Einflüsse auf die Gruppenentwicklung
und Arbeitsatmosphäre in den Klassen.
Ehe wir unser Angebot vorstellen,
möchten wir einige Anmerkungen
zur Erlebnispädagogik machen:
Erlebnispädagogik ist eine handlungsorientierte Methode und beabsichtigt
durch exemplarische Lernprozesse Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung
zu fördern und darin zu stärken ihre Lebensumwelt verantwortlich
zu gestalten. Persönlichkeitsentwicklung vollzieht sich u.a. durch
die Förderung der Wahrnehmungs- und Reflexionsfähigkeit, Entwicklung
von Eigeninitiative, Spontaneität, Kreativität sowie Selbstvertrauen,
Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.
Die methodische Gestaltung von erlebnispädagogischen Aufgabenstellungen
unterliegt im wesentlichen folgenden Prinzipien:
- Im Vordergrund steht das ganzheitliche Erleben in komplexen Problemsituationen,
die ein hohes Maß an Strategie, Entscheidungskompetenz sowie Kooperations-
und Konfliktfähigkeit erfordern.
- Neben der Zielerreichung steht der Prozess der Problemlösung im
Mittelpunkt des Interesses.
- Die Aufgaben und Situationen werden flexibel an die Fähigkeiten
der Gruppe angepasst, so dass der Anforderungscharakter zur Auseinandersetzung
anregt.
- Nach der Präsentation der Aufgabenstellung wird der Gruppensteuerung
soweit wie möglich freier Lauf gelassen. Das Leitungsteam achtet
auf die Einhaltung vereinbarter Sicherheitsregeln.
- Reflexionsphasen sind fester Bestandteil u.a. mit dem Ziel, die gesammelten
Erfahrungen für zukünftige Situationen zu nutzen.
Zusammengefasst und verkürzt kann man sagen: Erlebnispädagogische
Maßnahmen sind dadurch gekennzeichnet, dass das Individuum sich
und die Gruppe handelnd erfährt und sich anschließend reflexiv
damit auseinandersetzt.
Das Fortbildungsangebot ist wie folgt konzipiert:
Gemäß der oben dargestellten Ausführungen steht im Mittelpunkt
der Veranstaltung die aktive Auseinandersetzung mit Spielen und Übungen
der Erlebnispädagogik. In einem Arrangement aus aufeinander aufbauenden Übungen
haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit Gruppenentwicklungsprozesse
zu erleben und zu gestalten. Die Reflexion der Aktivitäten ermöglicht
zudem eine Einschätzung der eigenen Verhaltensdispositionen. Daher
wird die Bereitschaft zur Selbsterfahrung vorausgesetzt.
Die Übertragung auf die Arbeit mit Lerngruppen erfolgt anhand der
eigenen Gruppenerfahrung und kann unter anderem in Bezug auf die folgenden
Aspekte reflektiert werden:
- Förderung selbst organisierten Lernens und Arbeitens
- Störungsprävention durch Beziehungsgestaltung
- Förderung der Teamentwicklung
- Leitung von Lerngruppen
Veranstaltungsort und Rahmenbedingungen:
Die Fortbildung wird in der Einrichtung des bsj (Verein zur Förderung
bewegungs- und sportortientierter Jugendsozialarbeit e.V.) in Wolfshausen
(in der Nähe von Marburg) stattfinden. Die Übernachtung erfolgt
in Mehrbettzimmern, die mit Dusche und WC ausgestattet sind. Bettzeug
kann gegen einen Betrag von ca. 5.- € ausgeliehen werden.
Ort, Termin und Kosten auf
Anfrage
Leitung: Jörg Mootz und Volker Weichsel
Dieser Workshop ist
zweitägig angelegt und unter der Veranstaltungsnummer
0353582 beim IQ (Institut für Qualitätsentwicklung in Wiesbaden)
akkreditiert.
Es können maximal 20 Lehrkräfte teilnehmen.
Die Teilnehmer/innen erhalten 20 Fortbildungspunkte.
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Anmerkungen zu uns:
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Volker Weichsel, Berufsschullehrer, Fachleiter am Studienseminar
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Jörg Mootz, Fachlehrer für arbeitstechnische Fächer, Lehrauftrag
am Studienseminar |
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